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::: 08. November 2005 Das nächste irrsinnig große Ding (4) Hier ist ein weiterer Abschnitt aus einem langen Interview, das Steve Jobs 1996 der Zeitschrift Wired gab. Wir fanden es so interessant, daß wir es übersetzt in mehreren Abschnitten wiedergeben - es wird einige Tage dauern, aber es lohnt sich [hier sind Teil 1, Teil 2, Teil 3]. Sie scheinen aber trotzdem sehr optimistisch zu sein, was das Potential für einen Wandel betrifft. Ich bin optimistisch in dem Sinne, daß ich daran glaube, daß Menschen großmütig und ehrenhaft sind, und einige auch ziemlich klug. Ich bin sehr optimistisch, was Individuen betrifft. Als Individuen sind Menschen von Natur aus gut. Ich habe etwas pessimistischere Ansichten über Menschengruppen. Und ich bin extrem besorgt, wenn ich sehe, was in unserem Land passiert, das in vieler Hinsicht der beste Fleck auf dieser Welt ist. Wir kümmern uns nicht allzusehr darum, unser Land für unsere Kinder zu einem besseren Ort zu machen. Die Menschen, die das Silicon Valley gründeten, waren Ingenieure. Sie hatten eine Menge über das Geschäft und die unterschiedlichsten Dinge gelernt, aber sie hatten einen tiefsitzenden Glauben daran, daß Menschen, wenn sie mit anderen klugen Menschen zusammenarbeiten, die meisten Probleme der Menschheit lösen können. Ich selbst glaube sehr stark daran. Ich glaube, daß Menschen, die einen ingenieursmäßigen Blickwinkel als Basis mitbringen, einspringen und einige dieser Probleme beheben können. Aber in unserer Gesellschaft funktioniert das nicht. Diese Menschen gehen nicht in die Politik. Und warum sollten sie auch?
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Kann Technologie das Bildungswesen verbessern? Früher habe ich gedacht, daß Technik die Bildung verbessern kann. Ich habe wahrscheinlich mehr Computer-Equipment an Schulen gegeben als irgend jemand auf diesem Planeten. Aber ich bin zu der unumstößlichen Überzeugung gelangt, daß das kein Problem ist, das Technologie beheben kann. Die Fehler im Bildungswesen können nicht mit Technik repariert werden. Die Menge an Technologie macht dabei keinen Unterschied. Es ist ein politisches Problem. Es sind sozialpolitische Probleme, es sind Probleme mit den Gewerkschaften. Halten Sie das Wachstum der National Education Association (US-Bildungsgewerkschaft) und den Niedergang der SAT-Punkte (US-weiter Aufnahmetest für Unis) nebeneinander - sie sind umgekehrt proportional. Die Probleme sind die Gewerkschaften in Schulen. Das Problem ist die Bürokratie. Ich gehöre zu den Leuten, die das System der direkten staatlichen Bildungsgutscheine für alle für das Beste halten. Ich habe eine siebzehnjährige Tochter, die vor der High School ein paar Jahre auf eine private Schule ging. Diese Privatschule ist die beste Schule, die ich in meinem Leben jemals gesehen habe, sie gilt als eine der besten 100 Schulen in Amerika. Es war phänomenal. Das Schulgeld betrug 5500 Dollar im Jahr, was für die meisten Eltern eine Menge Geld ist. Die Lehrer wurden allerdings schlechter bezahlt als die Lehrer in staatlichen Schulen - an den Lehrergehältern konnte es also nicht liegen. Ich habe den Finanzminister damals gefragt, wieviel der kalifornische Staat im Durchschnitt dafür bezahlt, Kinder zur Schule zu schicken, und ich glaube, es waren 4400 Dollar. Nicht viele Eltern können 5500 Dollar im Jahr aufbringen - aber 1000 Dollar können sich viele leisten. Wenn wir den Eltern jedes Jahr einen Bildungsgutschein im Wert von 4400 Dollar geben würden, dann würden links und rechts neue Schulen eröffnet. Nach der Uni würden die Leute sagen »Hey. lass uns eine Schule gründen.« In Stanford könnte es Kurse geben für Schul-Wirtschaftsleiter, die würden sich mit anderen zusammentun und Schulen gründen. Und es würde Schulen geben, die von jungen, idealistischen Menschen gegründet werden, die für Pfennige arbeiten - weil sie den Lehrplan bestimmen könnten. Wenn man Kinder hat, überlegt man: was sollen sie lernen? Das meiste Zeug in der Schule ist völlig nutzlos. Aber es gibt ein paar unheimlich wertvolle Sachen, die man erst lernt, wenn man älter ist - aber man könnte sie auch lernen, wenn man noch jung ist. Und man überlegt: was würde ich machen, wenn ich den Lehrplan einer Schule bestimmen könnte? Gott, wäre das aufregend! Aber so etwas geht heute nicht. Heute müßtest du verrückt sein, an einer Schule zu arbeiten. Du kommst erst gar nicht dazu, das zu machen, was du willst. Du kommst nicht dazu, die Bücher, die Lehrpläne auszusuchen. Du mußt eine einzige begrenzte Sparte lehren. Wer kann sich so etwas wünschen? Das sind die Lösungen für unsere Bildungsprobleme. Technologie ist keine Lösung. Man wird die Probleme nicht damit lösen, daß man alles Wissen auf CD-ROMs packt. Wir können jeder Schule eine Website geben - nichts davon ist falsch. Es ist nur falsch, wenn wir glauben, wir lösen damit die Bildungsprobleme. Lincoln hatte keine Website in der Blockhütte, in der ihn seine Eltern unterrichteten, und aus ihm ist ein ziemlich interessanter Mensch geworden. Die Geschichte zeigt, daß wir tolle Menschen heranbilden können ohne Technologie. Es gibt aber auch genug Beispiele dafür, daß wir mit Technologie sehr uninteressante Menschen heranbilden können. Es ist nicht so einfach, wie man glaubt, wenn man jung ist - daß Technologie die Welt ändern wird. Zum Teil wird sie es, zum Teil nicht. Vor fünf Jahren hat kaum jemand mit dem Web gerechnet. Sogar vor drei Jahren wurde es von vielen nicht wirklich Ernst genommen. Warum kommt der plötzliche Aufstieg des Webs so überraschend? Ist das nicht toll? Das ist genau das, was im Desktop-Markt nicht passiert! Warum wurde trotzdem jeder - auch NeXT - davon überrascht? Es ist wie mit Telefonen. Es ist nicht sehr interessant, wenn du zwei Telefone hast. Drei sind auch nicht sehr interessant. Vier auch nicht. Bei, naja, hundert Telefonen wird es langsam interessant. Bei tausend noch ein bißchen mehr. Wirklich interessant wird es bei vielleicht zehntausend Telefonen. Viele Leute konnten nicht vorhersehen, konnten sich nicht vorstellen, was eine Million oder ein paar zehntausend Websites bedeuten. Als es nur ein paar hundert gab, oder als es sie nur an den Unis gab, war das nicht sehr interessant. Schließlich kam es zu dieser kritischen Masse und es wurde sehr schnell sehr interessant. Man konnte es kommen sehen. Und die Leute sagten »Wow! Das ist nicht zu fassen!«. Das Web erinnert mich an die Anfänge der PC-Industrie. Niemand weiß wirklich etwas. Es gibt keine Experten. Alle Experten liegen falsch. Das ganze Ding besteht nur aus riesigen offenen Möglichkeiten. Es ist noch nicht begrenzt oder definiert worden. Das ist wunderbar. Im Buddismus gibt es den Begriff »Anfänger-Geist«. Es ist wunderbar, wenn man einen Anfänger-Geist hat. |
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(Umberto Eco)
I don't do .INI, .BAT, or .SYS files. I don't assign apps to files. I don't configure peripherals or networks before using them. I have a computer to do all that. I have a Macintosh, not a hobby.
(Fritz Anderson)
Mir doch Blunzn, was für ein Prozessor drin ist, solange ein Apple drumrum ist!
(Jacqueline Godany)
Ich bin ein Bewohner des digitalen kleinen gallischen Dorfs. Ein Mac-User. Ich habe ein Betriebssystem, das nach einem Raubtier benannt ist, nicht nach einem Rind.
(Peter Glaser)
To this technical-ninny it’s clear
In my compromised 100th year,
That to read and to write
Are again within sight
Of this Apple iPad pioneer
(Virginia Campbell, 100 Jahre)
Never ask a man what kind of computer he drives. If its a Mac, he'll tell you. If not, why embarrass him?
(Tom Clancy)
It is true that I have a great admiration for the elegances and brilliances that have emerged from my favourite address in the world: 1 Infinite Loop, Cupertino, California, the home of Apple Computers.
(Stephen Fry)
The Macintosh may only have
10532,535 % of the market, but it is clearly the top10532,535 %!(Douglas Adams)
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