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::: 11. Januar 2006

 iTunes 6.0.2 telefoniert nach Hause [2x upd.]  

Im gestern erschienenen iTunes 6.0.2 findet sich eine neue Funktion: im Bibliotheksfenster öffnet sich unten ein sogenannter »Mini-Store« mit Werbung. Diese Kaufempfehlungen sind abhängig vom gerade angeklickten Song der eigenen Bibliothek - der Mini Store weist also darauf hin: wenn du Norah Jones magst, gefällt dir vielleicht auch Diana Krall. Soweit, so gut - allerdings wirbt iTunes auch für Musiken der eigenen Sammlung, die nicht im iTunes Music Store gekauft wurden, sondern die vielleicht von einer CD auf die Festplatte gerippt wurden.
image
Mit anderen Worten: iTunes 6.0.2 überträgt - ohne nachzufragen - Daten vom eigenen Rechner an Apple. Ist das bedenklich? Spiegel Online meint, es sei ein »Datenschutzproblem« veranstaltet einen Vote unter dem Titel »Apple hört mit«. BoingBoing, das diese Frage aufgeworfen hat, imagehat inzwischen auch veröffentlicht, daß keine Daten an Apple gesendet werden, wenn der Mini Store geschlossen ist (man schließt ihn unten rechts mit dem schon vom Bildfenster her bekannten Symbol).

Ein Datenschutzproblem? Dann haben wir auch eines, wenn die Software-Aktualisierung den Rechner nach Programmen durchforstet und diese Informationen an Apple sendet. In Ordnung ist dieses Verhalten allerdings sicher nicht - es ist keine Benutzerfreundlichkeit, wenn Apple Informationen über solche fragwürdigen Werbemaßnahmen verschweigt.

Also - erstmal Mini Store zu (Shift-Command-M) und Augen auf. Wir haben Apple um eine Stellungnahme gebeten.

[Update 22.00 Uhr:] Apple hat bereits am 9. Januar einen Artikel zum Thema veröffentlicht: How to show or hide the MiniStore in iTunes. Darin heißt es: »iTunes sends data about the song selected in your library to the iTunes Music Store to provide relevant recommendations. When the MiniStore is hidden, this data is not sent to the iTunes Music Store.« (Danke, Olav!)

[Update 12. Januar:] Apple D hat die Funktion mit Hinweis auf den oben genannten KnowledgeBase-Artikel bestätigt. Der MiniStore wird auch auf der iTunes-Homepage ausdrücklich beworben, allerdings ohne die Datenübertragung zu erwähnen. Ars technica hat einen weiteren Artikel zum Thema, in dem ebenfalls von Apple gefordert wird, die Benutzer explizit auch über solche relativ harmlosen Datensammlungen zu informieren. Auch Heise berichtet.

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11.01.06 - 17:30 Uhr von Redaktion | Permalink | Rubrik Nachrichten  | 48 Kommentar(e), 1336x besichtigt | IRC-Chat | E-Mail an die Redaktion |
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Der Macintosh ist katholisch: das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.
(Umberto Eco)

I don't do .INI, .BAT, or .SYS files. I don't assign apps to files. I don't configure peripherals or networks before using them. I have a computer to do all that. I have a Macintosh, not a hobby.
(Fritz Anderson)


Mir doch Blunzn, was für ein Prozessor drin ist, solange ein Apple drumrum ist!
(Jacqueline Godany)


Ich bin ein Bewohner des digitalen kleinen gallischen Dorfs. Ein Mac-User. Ich habe ein Betriebssystem, das nach einem Raubtier benannt ist, nicht nach einem Rind.
(Peter Glaser)

Never ask a man what kind of computer he drives. If its a Mac, he'll tell you. If not, why embarrass him?
(Tom Clancy)

It is true that I have a great admiration for the elegances and brilliances that have emerged from my favourite address in the world: 1 Infinite Loop, Cupertino, California, the home of Apple Computers.
(Stephen Fry)

The Macintosh may only have 10 5 3 2,5 3 5 % of the market, but it is clearly the top 10 5 3 2,53 5 %!
(Douglas Adams)


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