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::: 27. März 2006

 Vista: zu groß, zu alt, zu kompatibel  

Statt bis in den Januar 2007 könnten sich die Probleme Microsofts mit dem Release von Vista genausogut bis Mitte 2007 hinziehen, meint Jupiter Research-Analyst Joe Wilcox. Auch Betatester, denen die Release-Pläne bekannt seien, würden nicht von wenigen Wochen, sondern von mindestens zwei Monaten Verzögerung ausgehen, schreibt Macworld UK: die Freigabedaten des umfangreichen Betaprogramms seien bereits um 6-8 Wochen nach hinten geschoben worden.

Die New York Times schreibt: das Entwicklungsmarathon von Vista dauert nun bereits fünf Jahre - in dieser Zeit hat Apple vier Versionen von Mac OS X herausgebracht, die längst viele Features enthalten, die Microsoft für Vista verspricht. Microsoft müsse ständig versuchen, Vista zu älterer Soft- und Hardware kompatibel zu halten - jede neue Windows-Version trägt die Lasten der Vergangenheit mit sich herum und wird ständig komplexer. Einige tausend Ingenieure arbeiten an Vista, das mit 50 Millionen Zeilen Code rund 40 Prozent umfangreicher wird ist als Windows XP. Apple habe es da viel leichter, meint Prof. David B. Yoffie von der Harvard Business School: Apple hat angeblich eine schlanke Entwicklergruppe von gerade mal 350 Programmierern und 100 Testern, Apple hat den Vorteil einer ausgereiften, aus der universitären Forschnung hervorgegangenen Betriebssystem-Basis, und Apple muß sich nicht um hunderte von PC-Hersteller und tausende von Software-Entwickler kümmern wie Microsoft. Wenn Microsoft das Tempo nicht verschärft, würden die Konsumenten mit einem Betriebssystem enden, das immer minderwertiger wird, so Prof. Yoffie.

Michael A. Cusumano, Professor am MIT, ist ebenfalls skeptisch: Windows sei zu groß und zu komplex, und die aktuellen Disziplinierungsmaßnahmen Microsofts verfehlten völlig den Kern des Problems. Windows sei nur zu retten, wenn man bereit sei, die Altlasten radikal über Bord zu werfen. So wie Apple: Apple hat ebenfalls jahrelang ein neues OS entwickelt und ist dabei gescheitert. Nach Steve Jobs Rückkehr benötigte man weitere Jahre, um das Next-Betriebssystem so zu ändern und anzupassen, daß daraus Mac OS X werden konnte. Es gelang nur, weil Apple die Entwicklung des alten Betriebssystems OS 9 komplett einstellte: man konnte alte Software zwar noch auf OS X-Maschinen laufen lassen, aber nur, wenn man OS 9 seperat lud. Apple riskierte den Bruch mit der alten Software, und nur so konnte ein neues, stabiles und elegantes OS entstehen. Diesen Schritt mit Windows zu unternehmen, hat sich Microsoft stets geweigert - die Konsequenzen sind nun sichtbar.

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27.03.06 - 16:20 Uhr von Redaktion | Permalink | Rubrik Mac OS, iOS  | 33 Kommentar(e), 1895x besichtigt | IRC-Chat | E-Mail an die Redaktion |
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Der Macintosh ist katholisch: das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.
(Umberto Eco)

I don't do .INI, .BAT, or .SYS files. I don't assign apps to files. I don't configure peripherals or networks before using them. I have a computer to do all that. I have a Macintosh, not a hobby.
(Fritz Anderson)


Mir doch Blunzn, was für ein Prozessor drin ist, solange ein Apple drumrum ist!
(Jacqueline Godany)


Ich bin ein Bewohner des digitalen kleinen gallischen Dorfs. Ein Mac-User. Ich habe ein Betriebssystem, das nach einem Raubtier benannt ist, nicht nach einem Rind.
(Peter Glaser)

To this technical-ninny it’s clear
In my compromised 100th year,
That to read and to write
Are again within sight
Of this Apple iPad pioneer
(Virginia Campbell, 100 Jahre)


Never ask a man what kind of computer he drives. If its a Mac, he'll tell you. If not, why embarrass him?
(Tom Clancy)

It is true that I have a great admiration for the elegances and brilliances that have emerged from my favourite address in the world: 1 Infinite Loop, Cupertino, California, the home of Apple Computers.
(Stephen Fry)

The Macintosh may only have 10 5 3 2,5 3 5 % of the market, but it is clearly the top 10 5 3 2,53 5 %!
(Douglas Adams)


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