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::: 17. Juli 2006 Apple und die europäische Rebellion Die International Herald Tribune und das Internetz-Musikmagazin Tonspion berichten über das Vorgehen europäischer Verbraucherschützer gegen den iTunes Music Store und liefern einige interessante Hintergrund-Informationen: Interoperabilität, also das Abspielen von gekauften Medien auf allen Geräten, wird nach Meinung der Befürworter zu einem grösseren, gesünderen Markt führen, ähnlich wie der Druck europäischer Regierungen zur Adaption des GSM-Standards zu einem wesentlich schnelleren Wachstum des Handymarktes in Europa im Gegensatz zu den USA führte. Es liege in der Natur der Sache, dass dies in einem Netzwerk wie dem iTunes Music Store auch zu weltweiten Änderungen führen werde, meint Oxford-Professor Jonathan Zittrain. Anti-DRM-Gruppen wie die Free Software Foundation beobachten die Aktivitäten in Europa genau: »Die Europäer haben es geschafft, die Debatte zu einem Konflikt zwischen Bürgern einerseits und digitaler Kontrolle andererseits auszuweiten. Das ist gut, denn viel zu lange war die Diskussion auf technologische Kreise beschränkt«, so Peter Brown, Director der FSF. Andere wie der Direktor der Organisation für geistiges Eigentum der Vereinten Nationen, Robert Owens, fürchten die Konsequenzen: »Was können Regierungen gegen den Mangel an Kompatibilität in der vernetzten Welt tatsächlich tun? Es könnte auf eine Kontrolle der Märkte durch Standardisierungskommissionen hinauslaufen, die sich bisher um die Dimensionierung von Schrauben gekümmert haben.« Eine wichtige Rolle bei der Organisation der europäischen Front gegen den iTMS scheint der norwegische Ombudsmann Björn Erik Thon zu spielen:
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er forderte Apple schon vor einem Monat auf, sich bis zum 1. August auf die Kritik an den »unklaren und unausgewogenene Geschäftsbedingungen« des iTunes Music Stores zu äußern. Thon hat dabei bereits die Unterstützung der Ombudsmänner in Schweden und Dänemark und sucht nach Verbündeten unter den Verbraucherschutz-Organisationen in Frankreich, England, Deutschland, Belgien und Polen: »Ich versuche eine Allianz mit Verbraucherorganisationen in anderen Ländern gegen iTunes aufzubauen, weil ich starke Bedenken gegen deren Vertragsbedingungen und Mangel an Interoperabilität habe. Das ist eine wichtige Angelegenheit, die wir so schnell nicht fallenlassen werden.« Nach den deutschen werden nun auch britische und polnische Verbraucherschützer tätig: die polnische Behörde für Wettbewerb und Verbraucherschutz hat Apple und andere Musik-Händler ebenfalls zur Interoperabilität aufgefordert; ein entsprechendes Gesetz zum digitalen Urheberrecht steht im polnischen Parlament zur Diskussion an. Auch der britische Parlamentsausschuss für Internetfragen fordert das Handelsministerium auf, dafür zu sorgen, dass die Limitierungen der Online-Musik für Käufer »kristallklar« gemacht werden. Der Ausschuss merkt an, dass eine Umgehung des Apple-DRMs durch die Konvertierung in das ungeschützte MP3-Format möglich ist - dies sei aber nicht bei allen Formaten so. Die Europäische Kommission steht den Bemühungen ihrer Mitgliedsländer noch abwartend gegenüber [wir berichteten]: der Generaldirektor der Brüsseler Wettbewerbsbehörde sagte, man halte dies nicht für dringend und wolle weitere Marktentwicklungen abwarten; Apple habe schliesslich seine Marktführung in freiem Wettbewerb mit vielen anderen Unternehmen erlangt. Auch UN-Mann Robert Owens scheint eher vorsichtig zu argumentieren: es sei schwierig vorherzusagen, wohin die europäische Rebellion gegen geschlossene Modelle wie den iTMS führt, wenn man an frühere Standardisierungs-Kollisionen wie VHS vs. Betamax denke. »Bis die Regierungen eingreifen, wird die Technologie überholt sein. In ein paar Jahren sind die Fragen, die wir heute stellen, irrelevant.« Tonspion bringt ein Interview mit dem Juristen Till Kreutzer, Autor der Studie zu den Geschäfts-, Nutzungs- und Lizenzbedingungen mehrerer Internet-Dienstleister, die den Hintergrund der aktuellen Abmahnung des deutschen Bundesverbandes der Verbraucherzentralen bildet: »Aber die Käufer haben nicht nur mit rechtlichen Einschränkungen zu tun, sondern auch mit technischen. Schließlich bieten alle großen Musik- oder Filmfirmen ihre Produkte nur in entsprechend kopiergeschützten Formaten an und haben Anbieter wie z.B. Apple oder Musicload mehr oder weniger dazu verpflichtet. - Ganz so ist es bislang nicht. Im Rahmen der Studie haben wir unter anderem stichprobenartig geschaut, in welchem Maß überhaupt Produkte mit Kopierschutz auf dem Markt sind. Es hat sich gezeigt, dass zwar wohl alle Film-DVDs kopiergeschützt sind, solche Mechanismen bei Musik-CDs aber nur noch sehr vereinzelt eingesetzt werden. Download-Shops haben wiederum bis auf wenige alternative Anbieter stets DRM-Systeme im Einsatz. Was können Verbraucher tun, um die Online-Anbieter zum Umdenken zu bewegen und wieder verstärkt auf die Verbraucherrechte Rücksicht zu nehmen? - Sie könnten sich weigern, Produkte, die nicht zu fairen Bedingungen vermarktet werden, zu kaufen. Dass jetzt schon auf diese Weise reagiert wird, zeigt sich immer wieder an Reaktionen der Musiknutzer.« [weiterlesen bei Tonspion]. Betrachtet man die Nutzerzahlen, sieht es im Moment allerdings nicht so aus, als ob die Verbraucher dem iTMS oder anderen grossen Music Stores scharenweise davonlaufen und zur Piraterie zurückkehren: so blieb auch unsere Anfrage vom 13. Juli an den Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, ob er in dieser Angelegenheit auf konkrete Beschwerden von Verbrauchern hin tätig geworden sei und ob es entsprechende Klagen gäbe, bisher unbeantwortet. |
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(Umberto Eco)
I don't do .INI, .BAT, or .SYS files. I don't assign apps to files. I don't configure peripherals or networks before using them. I have a computer to do all that. I have a Macintosh, not a hobby.
(Fritz Anderson)
Mir doch Blunzn, was für ein Prozessor drin ist, solange ein Apple drumrum ist!
(Jacqueline Godany)
Ich bin ein Bewohner des digitalen kleinen gallischen Dorfs. Ein Mac-User. Ich habe ein Betriebssystem, das nach einem Raubtier benannt ist, nicht nach einem Rind.
(Peter Glaser)
To this technical-ninny it’s clear
In my compromised 100th year,
That to read and to write
Are again within sight
Of this Apple iPad pioneer
(Virginia Campbell, 100 Jahre)
Never ask a man what kind of computer he drives. If its a Mac, he'll tell you. If not, why embarrass him?
(Tom Clancy)
It is true that I have a great admiration for the elegances and brilliances that have emerged from my favourite address in the world: 1 Infinite Loop, Cupertino, California, the home of Apple Computers.
(Stephen Fry)
The Macintosh may only have
10532,535 % of the market, but it is clearly the top10532,535 %!(Douglas Adams)
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