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frischer mac-senf
7toschi zu Die Neuheiten auf einen Blick schreib mal! |
::: 09. Jul. 2005 :: Podcasting und der WDR Wer nicht fernsehen kann, darf hören Vor einigen Tagen berichteten wir über die Podcasting-Erfahrungen von Wolfgang Harrer, Online-Journalist in San Francisco und u.a. Macher des »Tsunami-Blogs« sowie des US-Wahlblogs von ZDF und DW, das 2004 den ersten Podcast eines deutschen Medienunternehmens online stellte. Harrer kritisierte in dem zitierten Artikel die deutschen Radiosender, die Podcasting als »Teil eines größeren weltweiten Medien-Phänomens« verschlafen.
Mac Essentials: Warum produziert der WDR Podcasts? Georg Berg: Die angebotenen Podcasts sind ein Versuch. Die Sendungen lassen sich mit geringem Aufwand digitalisieren und können ohne weitere Bearbeitung zum automatischen Download bereitgestellt werden. Stellt sich in der Testphase heraus, dass und welches Interesse besteht, kann über eine Fortsetzung und eine Erweiterung des Angebotes nachgedacht werden. Die wöchendlich ausgestrahlten Studiodiskussionen “Hart aber Fair” und “Presseclub” sind die einzigen Programme, die derzeit vom WDR als mp3 angeboten werden. Mac Essentials: Warum ausgerechnet Fernsehsendungen als Podcast? Georg Berg: Diese Sendung erfüllt in besonderem Maße die öffentlich-rechtliche Aufgabe, Faktor des Prozesses freier Meinungbildung zu sein. Themen, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden, werden gründlich analysiert und die unterschiedlichen Interessensvertreter müssen ihre Positionen auf den Punkt bringen. Es hat sich bei den bisher im Podcast verwendeten Sendungen herausgestellt, dass sogar die filmischen Erklärstücke verständlich sind, wenn sie nur als Audio vorliegen. Werbung
Mac Essentials: Eignen sich Livetalks im Fernsehen überhaupt für Audio-Podcasts? Und sind 1,5 Stunden nicht zu lang? Georg Berg: Im Falle “Hart aber Fair” übersteigen die 90 Minuten jeder einzelnen Sendung tatsächlich die Zeit, die durchschnittlich von einem Podcast erwartet wird. Wir glauben allerdings, dass der große Vorteil eines Podcasts trotzdem auch für dieses Programm geschätzt wird. Das Sendekonzept geht nur auf, wenn die Themen in einer ausreichenden Zeit gründlich behandelt werden können. Die Fernsehzuschauer bringen die Zeit Mittwochs abends auf - und die meisten finden es sogar kurzweilig. Warum sollen diejenigen, die zur Sendezeit nicht im Sendegebiet vor dem Fernseher sitzen können, ausgeschlossen sein? Vielleicht bekommt ein Pendler, der Donnerstags an seinem mp3-Player in die Sendung vom Vorabend reinhört, den Anstoß sich im Internet viele Zusatzinformationen und den Sendemittschnitt als WebTV anzusehen. Mac Essentials: Wird Apples iTunes-Verteiler das Podcasting populärer machen? Georg Berg: Das kann ein Baustein sein. Im Allgemeinen glaube ich daran, dass nur die Nachfrage etwas populär macht. So wie es verschiedene Suchmaschinen für das Internet gibt, werden sich für das Podcasting ebenfalls geeignete Vermittlungsmedien herauskristallisieren. Glücklicherweise hat keiner für dieses Medium ein Patent reserviert. Mac Essentials: Wie stehen Sie zu Wolfgang Harrers Vorwurf, die Sender würden Podcasts und andere neue Formen bewußt verzögern? Georg Berg: Das kann ich für den WDR nicht bestätigen. Es müssen jedoch viele Dinge berücksichtigt werden. Das fängt bei produktionstechnischen Eigenarten an und hört bei Lizenzfragen noch lange nicht auf. Mac Essentials: Wie geht es weiter - mit Podcasts im allgemeinen und beim WDR? Georg Berg: Podcasts im allgemeinen haben innerhalb weniger Monate eine große Beliebtheit und auch schon einen festen Platz in den Gewohnheiten vieler Nutzer gefunden. Der WDR kann sich dieser Tatsache nicht verschließen und wird im Rahmen seiner Aufgaben geeignete Formen für den Medienverbund finden. Mac Essentials: Du bist Mac-User? Georg Berg: Das stimmt. Allerdings trifft das auf die meisten WDR-Kollegen nicht zu. Dienstlich verwende auch ich den PC häufiger. Quelle: {macquelle} | von Redaktion um 17:15 Uhr | | Rubrik Podcasting | Permalink | Liebe Redaktion... | |
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